Hinter dem folgenden Link finden Sie einen Text von Günther v. Bünau aus dem "Schicksalsbuch des Sächsisch-Thüringischen Adels", Band II: 1945 bis 1989 und von der Wende bis 2005. Hg. von Agnes und Henning v. Kopp-Colomb. Limburg an der Lahn: S. A. Starke Verlag 2005: 

Bünau, Günther v. - Von Buschheim über Rügen nach Otter und Siegen.pdf

Hintergrund 

Prof. Dr. Günther v. Bünau bereichert als Extra-Gast das "Wie viel ist genug?"-Wochenende in der Abtei Marienstatt (1. bis 3. November 2019). Er wird als Zeitzeuge zu Wort kommen, der als Angehöriger des Adels zunächst eine Kindheit erlebte sowie eine Erziehung bekam, die von den entsprechenden Gepflogenheiten und Prinzipien geprägt war, die adlige Familien kennzeichneten.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Schloss Bischheim und damit sein Elternhaus in Brand gesteckt.  Die Familie v. Bünau verlor durch die Konfiszierung im Zuge der "Bodenreform" im September 1945 ihre materiellen Lebensgrundlagen. Tuchfabrik, Wälder, Landwirtschaft – alles wurde ihr genommen. 

Das bedeutete eine radikale Zäsur: Der über Jahrhunderte vorgezeichnete Weg eines Kindes aus adeligem Hause funktionierte nicht mehr. Eine vollständige Neuorientierung war nötig. Nun sollte sich zeigen, ob die Werte und Prinzipien, die er während seiner Erziehung mit ins Leben bekommen hat, tragen würden. 

Frank-Michael Rommert hat Günther v. Bünau eingeladen, um kontrastierende Anregungen zu bekommen, wie Antworten aussehen können auf die Frage “Wie viel ist genug”. Denn offenbar braucht es weder ein große Vermögen noch ein Schloss noch adlige Privilegien, um ein gelingendes, glückliches Leben zu führen. Allerdings scheint es Prinzipien und Werte zu geben, die einem dabei helfen. Welche Prinzipien und Werte das sind, dazu wollen wir mehr herausfinden. Aus Herrn v. Bünaus Worten lassen sich – so meine Hoffnung – grundsätzliche Einsichten gewinnen, die uns auch heute, in unseren jeweiligen persönlichen Situationen, helfen können. Gerade auch in Krisen.

Günther v. Bünau hat die Erinnerungen an die Erfahrungen in seiner frühe Jugend im Schicksalsbuch des Sächsisch-Thüringischen Adels aufgeschrieben. Zur Einstimmung finden Sie diese Seiten, wenn Sie auf den oben ausgewiesenen Link klicken.




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